Vor 25 Jahren im Wynentaler Blatt

Aschiedsvorstellung auf der Waldeggpiste

Aus dem Wynentaler  Blatt Nr. 101 vom Freitag 18. Dezember 1992

msu. Das Oberwynental war vor Jahren auf dem besten Weg, sich als Wintersportgebiet einen Namen zu machen. Im Stierenberg (Pfeffikon) konnten sich die Pistenfans damals von einem richtigen Bügelskilift hochziehen lassen - einer Einrichtung, wie man sie von grossen Skiorten her kennt. In den besten Jahren wurden die obere Sektion der Stierenberg- "Abfahrt" gar noch durch einen Schlepplift verlängert. Nachdem in den siebziger Jahren die weisse Pracht mehr und mehr zu einem Schäumchen degenerierte, schmolz dei Euphorie der Skiliftbetreibers wie Schnee an der Märzensonne. So sind die Skiliftmasten in der Allmend längst verschwunden.

Einer, der es in den vergangenen 25 Jahren immer wieder versucht und dabei viel Arbeit ins Ungewisse investiert hat, ist der Menziker Werner Hunziker.  In seinem Sportgeschäft sind unzählige Auszeichnungen von anno dazumal zu bewundern. Aufs Alter hin möchte er etwas kürzer treten. So reifte der Entschluss die Skiliftanlage am Waldegghang zwischen Menziken und Burg heuer zum allerletzten Mal aufzustellen. Roy Weber, Sascha Weber und Urs Zeder zogen unter kundiger Anleitung ihres Chefs die Drahtseile in die Rollen und montierten anschliessend die roten Bügel.

 

Angefangen hat alles vor 25 Jahren, als Werner Hunziker in Bivio ein Schlepplift in die Augen stach, den er in Gedanken bereits am Menziker Hansihübel laufen sah. In der Folge der verfeinerte er seinen Geistesblitz, und wenig später lag die erforderliche Betriebsbewilligung vor. In all den Jahren hat der Idealist vermutlich Hunderten von Mädchen und Buben die ersten Grundbegriffe im Skifahren beigebracht. Werner Hunziker trug sich anfänglich mit dem Gedanke, das Skilift-Engagement auf Dauer von 20 Jahren zu beschränken, doch immer wieder liess er sich zu einer neuen Saison überreden. Nun sind 25 Jahre daraus geworden, wobei der Skiliftbetrieb in dieser Zeit während fünf Jahren gar nicht aufgenommen worden ist, weil es an der entsprechenden Unterlage fehlte.

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